Investigating the Brain with Music

Stefan Koelsch



    

    Unsere Studien zur Therapie von
    Autoimmunkrankheiten


Das zentrale Nervensystem und das Immunsystem beeinflussen sich gegenseitig, sowohl direkt als auch über das hormonelle System und das sog. autonome Nervensystem (das Aktivität in allen Körperorganen moduliert, bspw. Herzschlag, Atmung, Verdauung, Pupillenweite, Schweißsekretion, etc.). Insbesondere Hirnstrukturen, die für emotionale Verarbeitungsprozesse eine Rolle spielen, beeinflussen das Immunsystem, sowie das hormonelle und das autonome Nervensystem. Unter diesen Hirnstrukturen gibt es Bereiche, die besonders empfindlich sind für psychische Belastungen, bspw. der Hippocampus. In dieser Struktur können Nervenzellen als Folge starker emotionaler Belastung absterben. Daher gibt es auch eine Reihe von Schutzmechanismen im Gehirn, die emotionale Strukturen vor Traumatisierung schützen. Wenn z.B. in einer frühkindlichen Situation diese Schutzmechanismen wiederholt aktiviert werden aufgrund starker emotionaler Belastung, dann ändern diese Mechanismen dauerhaft Regelprozesse im Gehirn so, dass empfindliche Hirnstrukturen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies geschieht jedoch um den Preis, dass emotionale Prozesse (und damit auch immunologische, hormonelle, und autonome Prozesse) dauerhaft leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Diese Imbalance kann sich dauerhaft in Krankheiten äußern.

Wir benutzen z.B. Musik und Filme, um gezielt emotionale Prozesse zu evozieren, welche diese Imbalance aufheben können. Dies kann z.B. das Hervorrufen eines Gänsehautschauers sein, Momente innerer Rührung oder Momente innerer Bewegtheit. Das Besondere an unserer Methode ist, dass wir diese emotionalen Prozesse sichtbar machen können. Dazu benutzen wir ein neues System, bei dem Herzaktivität durch Elektrokardiographie (EKG) gemessen wird, und emotionale Effekte sichtbar gemacht werden anhand ihrer Effekte auf regionale Aktivität des Herzens. Dies geschieht "online", d.h. dass der/die Patient/in während einer emotionalen Erfahrung am Bildschirm sehen kann, wie sich diese emotionale Erfahrung physiologisch darstellt. Dadurch können Patient/innen ihre Emotionalität so neu entdecken, dass sie therapeutisch und regenerativ einer Krankheit entgegenwirken kann. In diesem Zusammenhang erforschen wir auch insbesondere krankheits-spezifische emotionale Signaturen im EKG, so dass Patient/innen dann selber beobachten können, wie sich diese Signaturen als Effekt emotionaler Erfahrungen ändern.

Um diese Methoden bei uns auszuprobieren, kontakten Sie uns auf DIESER SEITE.

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